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SEEWASSER UND GRUNDWASSER

Die Wasserqualität verändert sich je nach Herkunft, Einzugsgebiet und Jahreszeit.

Fulcor plant jede Aufbereitungsstufe anhand der Wasserdaten und der vorgesehenen Nutzung.

DIE WASSERQUELLE IST DER AUSGANGSPUNKT

Jede Wasserquelle hat ihre eigenen Eigenschaften. Wasser aus einem See, einem Grundwasservorkommen, einem Brunnen oder einer Quelle lässt sich nicht nach einem einheitlichen Schema aufbereiten.

Die Planung beginnt mit den Wasserdaten, den Betriebsbedingungen und der vorgesehenen Nutzung. Auf dieser Grundlage wählt und kombiniert Fulcor die erforderlichen Stufen, um die benötigte Qualität zu erreichen und unnötige Behandlungen zu vermeiden.

DIE PLANUNG BERÜCKSICHTIGT

  • Herkunft und Art der Wasserfassung

  • Analysewerte und zu korrigierende Parameter

  • Vorgesehener Durchfluss und Wasserverbrauch

  • Jahreszeitliche Schwankungen

  • Verwendungszweck und erforderliche Qualität

  • Kontinuierliche Versorgung und langfristiger Betrieb

ZWEI HERKÜNFTE, UNTERSCHIEDLICHE EIGENSCHAFTEN

Oberflächenwasser und Grundwasser können sehr unterschiedliche Aufbereitungsstufen erfordern. Das Aussehen des Wassers reicht nicht aus, um seine Qualität zu beurteilen: Die tatsächlichen Eigenschaften werden anhand von Daten und Analysen der jeweiligen Wasserquelle ermittelt.

01 - SEEWASSER

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Seewasser ist Niederschlägen, Einträgen aus dem Einzugsgebiet und natürlichen Kreisläufen ausgesetzt. Seine Eigenschaften können sich daher im Jahresverlauf erheblich verändern. Deshalb ist häufig eine mehrstufige Aufbereitung erforderlich.

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MÖGLICHE MERKMALE:

  • Trübung und Schwebstoffe

  • Organische Stoffe, Algen und Verfärbungen

  • Mikrobiologische Belastung

  • Gerüche und schwankende Wasserparameter

  • Veränderungen durch Niederschläge, Temperatur und Jahreszeiten

02 - GRUND-, BRUNNEN- ODER QUELLWASSER

​Beim Durchströmen von Boden und Gestein kann das Wasser klarer werden und gleichmässigere Eigenschaften annehmen. Dabei kann es jedoch auch Mineralien und gelöste Stoffe aufnehmen, die sich am Aussehen nicht erkennen lassen.

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MÖGLICHE MERKMALE:

  • Härte und Mineralsalze

  • Eisen und Mangan

  • Gelöste Gase und natürliche Gerüche

  • Besondere chemische Eigenschaften

  • Mögliche mikrobiologische Verunreinigungen oder Schadstoffeinträge aus dem Einzugsgebiet

KLARES WASSER ALLEIN IST KEINE GARANTIE FÜR DIE EIGNUNG ZUR VORGESEHENEN NUTZUNG.

FULCOR AN IHRER SEITE: EIN KLARER ABLAUF IN JEDER PHASE

VOM ROHWASSER ZUM WASSER FÜR DEN VORGESEHENEN EINSATZ

Die Planung beschränkt sich nicht auf die Auswahl eines einzelnen Geräts. Die verschiedenen Stufen werden so angeordnet und dimensioniert, dass jede das Wasser für die nächste vorbereitet und zum gewünschten Endergebnis beiträgt.

01 — DATEN ZUR WASSERQUELLE

Analysen, Herkunft, Schwankungen und Bedingungen der Wasserfassung.

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02 — ANGESTREBTE WASSERQUALITÄT

Vorgesehene Nutzung, Durchfluss, Wasserverbrauch und Anforderungen an die kontinuierliche Versorgung.

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03 — VORFILTRATION

Entfernung von Feststoffen, Sedimenten und Trübstoffen zum Schutz der nachfolgenden Stufen.

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04 — GEZIELTE BEHANDLUNGEN

Anpassung der physikalischen und chemischen Parameter, die anhand der Wasserdaten ermittelt wurden.

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05 — DESINFEKTION UND KONTROLLE

Desinfektion bei Bedarf, Messtechnik und Funktionskontrolle.

DIE ABFOLGE DER STUFEN HÄNGT VON DER WASSERQUELLE UND DER ANGESTREBTEN QUALITÄT AB.

WELCHE WASSEREIGENSCHAFTEN MÜSSEN ANGEPASST WERDEN?

Jede Wasserquelle weist unterschiedliche Bedingungen auf. Fulcor bereitet See- und Grundwasser für technische Anwendungen ohne Trinkwassernutzung auf, hauptsächlich für die Durchleitung durch Anlagen mit anschliessender Rückgabe des Wassers. Weitere technische Einsatzmöglichkeiten können im Einzelfall nach Prüfung der Machbarkeit beurteilt werden.

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Diese Seite enthält auch weiterführende Informationen zu Technologien und Anwendungen, die nicht zum aktuellen Angebot von Fulcor für diese Wässer gehören. Diese Inhalte dienen der Information und zeigen verschiedene Möglichkeiten der Wasseraufbereitung in Abhängigkeit von den Eigenschaften der Wasserquelle und der vorgesehenen Nutzung auf.

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Wählen Sie das Problem oder die Technologie, die Sie interessiert, um direkt zum entsprechenden Abschnitt zu gelangen.

01

FESTSTOFFE UND TRÜBUNG

SAND UND SEDIMENTE

SCHWEBSTOFFE

FEINE PARTIKEL

SEHR FEINE TRÜBSTOFFE

02

HÄRTE, SALZE UND GELÖSTE STOFFE

GERÜCHE UND BESTIMMTE STOFFE

HÄRTE UND BESTIMMTE IONEN

GELÖSTE SALZE

03

EISEN, MANGAN, GELÖSTE GASE UND UNGEEIGNETE pH-WERTE

GELÖSTE GASE

pH-WERT ANPASSEN

EISEN UND MANGAN

04

MIKROBIOLOGISCHES RISIKO

OHNE REAGENZIEN

ANHALTENDE WIRKUNG

SANITÄRANLAGEN

FESTSTOFFE UND TRÜBUNG

Sand, Sedimente, Schwebstoffe, Kolloide und Algen können die Trübung des Wassers erhöhen und nachfolgende Aufbereitungsstufen beeinträchtigen. Für die mechanische Abscheidung und Filtration wählt Fulcor die Systeme anhand der Art und Menge der Feststoffe, des Durchflusses und der erforderlichen Filterfeinheit aus.

01 - ZENTRIFUGALABSCHEIDUNG

 

HYDROZYKLON CYCLONE

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Der Cyclone nutzt die Zentrifugalkraft, um Sand und schwere Partikel abzuscheiden, ohne ein austauschbares Filterelement einzusetzen. Er wird üblicherweise vor den nachfolgenden Aufbereitungsstufen installiert.

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Besonders geeignet, wenn das Grundwasser oder das gefasste Wasser erhebliche Mengen an Sand und schweren Sedimenten enthält und nachgeschaltete Filter, Pumpen und Geräte geschützt werden müssen.

02 - AUTOMATISCHE SIEBFILTRATION

 

FULROM ROTOR​

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FULROM ROTOR Filter halten Schwebstoffe mithilfe eines Siebfilterelements zurück. Die automatische Reinigung mit Saugschuhen erfolgt ohne Unterbrechung des Wasserflusses. Dies reduziert manuelle Eingriffe und gewährleistet einen kontinuierlichen Betrieb.

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Besonders geeignet, wenn das Wasser Schwebstoffe enthält, die feiner oder leichter als Sand sind, die Belastung im Laufe der Zeit schwankt und ein kontinuierlicher, automatisierter Betrieb erforderlich ist.

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Im Vergleich zum Cyclone werden auch Partikel erfasst, die sich nicht leicht absetzen. Gegenüber Patronenfiltern ist diese Lösung geeigneter, wenn die Belastung einen häufigen Patronenwechsel erforderlich machen würde.

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Die Bauformen Y, L und O sowie die verschiedenen Filterelemente ermöglichen eine Anpassung des Systems an die Wasserqualität, den Durchfluss und die erforderliche Filterfeinheit.

03 — FEINFILTRATION

 

PATRONENFILTER

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Patronenfilter halten Sedimente und feine Partikel mithilfe austauschbarer Filterelemente zurück, die in verschiedenen Materialien und Filterfeinheiten erhältlich sind. Fulcor wählt Filtergehäuse und Patrone anhand der Wasserqualität, des Durchflusses und des gewünschten Ergebnisses aus.

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Besonders geeignet, wenn eine feine Filtration mit definierter Filterfeinheit erforderlich ist, die Feststoffbelastung nicht zu hoch ist oder Aktivkohle, Membranen, UV-Systeme und weitere nachgeschaltete Geräte geschützt werden sollen.

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Im Vergleich zum Cyclone und zu automatischen FULROM Filtern eignen sich Patronenfilter besonders für die Feinaufbereitung. Enthält das Wasser grosse Mengen an Sand oder Schwebstoffen, wird üblicherweise eine leistungsfähigere Abscheidung oder Vorfiltration vorgeschaltet.

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Die Patronen müssen abhängig von der zurückgehaltenen Schmutzmenge und dem Druckverlust kontrolliert, gegebenenfalls gereinigt oder ausgetauscht werden.

WENN FILTRATION ALLEIN NICHT AUSREICHT

KOAGULATION, FLOCKUNG UND KLÄRUNG

Bei Oberflächenwasser mit stärker schwankenden Eigenschaften kann ein Teil der Trübung durch Kolloide, organische Stoffe, Algen und so feine Partikel verursacht werden, dass sie durch mechanische Filtration allein nicht wirksam zurückgehalten werden.

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Koagulation und Flockung fördern die Zusammenlagerung von Partikeln zu Flocken, die sich leichter abtrennen lassen. Die anschliessende Klärung verringert die Belastung der nachgeschalteten Filter.

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Besonders geeignet, wenn Seewasser eine hohe oder stark schwankende Trübung, Verfärbungen oder erhebliche Mengen an Algen oder kolloidalen Partikeln aufweist.

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Art und Dosierung der Reagenzien, Kontaktzeiten und Abtrennverfahren werden anhand der Analysen und, falls erforderlich, spezifischer Aufbereitungsversuche festgelegt.

HÄRTE, SALZE UND GELÖSTE STOFFE

Wasser kann vollkommen klar erscheinen und dennoch Salze, Nitrate, organische Stoffe oder härtebildende Mineralien enthalten.

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Die Behandlung wird anhand der Analysen und der erforderlichen Qualität festgelegt: eine selektive Korrektur eines bestimmten Parameters oder eine umfassendere Abtrennung gelöster Stoffe.

01 - ADSORPTION

AKTIVKOHLE UND SELEKTIVE FILTERMATERIALIEN

Aktivkohle hält organische Stoffe sowie geruchs-, geschmacks- und bestimmte farbgebende Verbindungen durch Adsorption an ihrer Oberfläche zurück. Werden bei den Analysen bestimmte Schadstoffe festgestellt, können selektive Materialien eingesetzt werden, die auf den zu korrigierenden Parameter und die Wasserzusammensetzung abgestimmt sind.

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Besonders geeignet, wenn das Problem überwiegend organische Stoffe oder eine bzw. wenige klar identifizierte Substanzen betrifft und die natürliche Mineralzusammensetzung des Wassers erhalten bleiben soll.

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Im Vergleich zum Ionenaustausch und zu Membranverfahren ermöglicht die Adsorption eine gezieltere Behandlung. Aktivkohle wird nicht zur Verringerung der Härte, des Gesamtsalzgehalts oder von Nitraten eingesetzt und ersetzt keine Desinfektion.

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Die Auswahl des Materials, das Filterbettvolumen und die Kontaktzeit hängen von den zu behandelnden Stoffen, dem Durchfluss und der erwarteten Belastung ab. Das Material muss kontrolliert und ausgetauscht oder, soweit möglich, regeneriert werden, bevor seine Aufbereitungskapazität erschöpft ist.

02 — IONENAUSTAUSCH

ENTHÄRTUNG UND SELEKTIVE HARZE

Beim Ionenaustausch werden körnige Harze eingesetzt, die bestimmte gelöste Ionen binden und gezielt austauschen können. Bei der Enthärtung werden die Härtebildner Calcium und Magnesium entfernt. Für andere Parameter, beispielsweise Nitrate oder weitere bestimmte Ionen, können geeignete selektive Harze in Betracht gezogen werden.

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Besonders geeignet, wenn die Analysen einen oder wenige zu korrigierende Ionenparameter ergeben und gezielt eingegriffen werden soll, ohne den gesamten Mineralgehalt des Wassers pauschal zu senken. Wird Ionenaustausch bei See- oder Grundwasser eingesetzt, muss die Vorbehandlung Feststoffe und Trübung berücksichtigen.

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Im Vergleich zur Aktivkohle wirkt der Ionenaustausch auf gelöste Ionen und nicht hauptsächlich auf organische Stoffe. Gegenüber der Umkehrosmose ermöglicht er eine selektivere Korrektur, erfasst jedoch nicht gleichzeitig alle im Wasser vorhandenen Stoffe.

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Art und Volumen der Harze, Anlagenkonfiguration und Regenerationszyklen hängen von den Analysen, dem Durchfluss und den Anforderungen an die kontinuierliche Versorgung ab. Die Dimensionierung berücksichtigt auch den Verbrauch an Regeneriermittel, die Leistungskontrolle und die Entsorgung des anfallenden Abwassers.

03 — MEMBRANVERFAHREN

UMKEHROSMOSE UND NANOFILTRATION

Membranverfahren nutzen Druck, um Wasser von einem Teil der gelösten Stoffe zu trennen. Die Umkehrosmose ermöglicht eine weitgehende Verringerung des Salzgehalts und mehrerer Parameter gleichzeitig. Die Nanofiltration wirkt selektiver, insbesondere auf Härtebildner, mehrwertige Ionen und bestimmte organische Stoffe.

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Besonders geeignet, wenn mehrere Parameter gleichzeitig verringert werden müssen, die Leitfähigkeit oder der Salzgehalt hoch sind oder Wasser mit besonders genau definierten Eigenschaften benötigt wird. Diese Verfahren kommen in Betracht, wenn eine selektive Behandlung mit Aktivkohle oder Harzen nicht ausreicht.

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Gegenüber Adsorption und Ionenaustausch ermöglichen Membranverfahren eine umfassendere Stofftrennung, erfordern jedoch eine sorgfältige Vorbehandlung zum Schutz der Membranen. Dabei entstehen aufbereitetes Wasser und ein Konzentratstrom mit den abgetrennten Stoffen, der fachgerecht behandelt oder entsorgt werden muss. Bei Bedarf kann das aufbereitete Wasser anschliessend einer pH-Regulierung oder Remineralisierung unterzogen werden.

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Die Auswahl der Membranen, der Betriebsdrücke, der Ausbeute und der Vorbehandlung hängt von den Analysen, dem Durchfluss und der erforderlichen Qualität ab. Die Dimensionierung berücksichtigt auch Pumpen, Kontrollinstrumente, eine mögliche Speicherung und den Umgang mit dem Konzentrat.

EISEN, MANGAN, GELÖSTE GASE UND UNGEEIGNETE pH-WERTE

Eisen und Mangan können in gelöster Form vorliegen und erst nach dem Kontakt mit Luft sichtbar werden. Dabei können sie Verfärbungen, Ablagerungen und Qualitätsveränderungen verursachen. Gelöste Gase und ungeeignete pH-Werte können dagegen zu Gerüchen, einer erhöhten Aggressivität des Wassers oder instabilen Bedingungen in den nachfolgenden Aufbereitungsstufen führen.

 

Belüftung, Entgasung, pH-Regulierung und Oxidation sind Technologien zur Beeinflussung dieser Parameter. Ihre Anwendbarkeit hängt von den Wasseranalysen und den Anforderungen der vorgesehenen Nutzung ab.

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Die Lösungen werden anhand der Wasserzusammensetzung ausgewählt und kombiniert. Sie bilden nicht zwangsläufig aufeinanderfolgende Aufbereitungsstufen.

01 — BELÜFTUNG UND ENTGASUNG​

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ENTFERNUNG GELÖSTER GASE UND SAUERSTOFFANREICHERUNG

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Die Belüftung fördert den Austausch zwischen Wasser und Luft. Dadurch lassen sich gelöste Gase wie Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff entfernen und der Sauerstoffgehalt des Wassers erhöhen. Bei geeignetem pH-Wert und ausreichender Kontaktzeit kann die Sauerstoffanreicherung zudem die Oxidation von gelöstem Eisen einleiten, sodass es durch die anschliessende Filtration abgetrennt werden kann.

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Besonders geeignet, wenn insbesondere im Grundwasser Gerüche durch Schwefelwasserstoff, hohe Kohlendioxidkonzentrationen, ein geringer Sauerstoffgehalt oder mit Luft leicht oxidierbares gelöstes Eisen vorliegen.

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Gegenüber dem Einsatz von Oxidationsmitteln ist dies eine einfachere Lösung, wenn der Kontakt mit Luft ausreicht. Sie kann den Bedarf an chemischer Behandlung reduzieren. Allerdings lässt sich damit nicht jede Situation lösen: Mangan erfordert häufig bestimmte pH-Bedingungen, katalytische Filtermaterialien oder eine stärkere Oxidation.

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Die Auswahl der Technologie und die Dimensionierung hängen von der Wasserzusammensetzung, dem Durchfluss und den Betriebsbedingungen ab. Eine mögliche Kombination mit pH-Regulierung, Oxidation und Filtration wird anhand des gewünschten Ergebnisses beurteilt.

02 — pH-REGULIERUNG UND STABILISIERUNG

NEUTRALISATIONSFILTER UND KONTROLLIERTE DOSIERUNG

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Der pH-Wert muss zusammen mit der Alkalinität, der Härte, dem Kohlendioxidgehalt und der Mineralzusammensetzung des Wassers beurteilt werden. Je nach Analyseergebnis kann die Korrektur mit einem Neutralisationsfilter oder durch die kontrollierte Dosierung eines geeigneten Reagenzes erfolgen.

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Der Neutralisationsfilter enthält Materialien auf Carbonatbasis, die sich allmählich lösen, die Pufferkapazität des Wassers erhöhen und seine Aggressivität verringern.

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Besonders geeignet, wenn das Wasser sauer und schwach mineralisiert ist, relativ gleichbleibende Eigenschaften aufweist und eine schrittweise Korrektur ausreicht. Das Material wird während der Behandlung verbraucht und muss regelmässig kontrolliert und nachgefüllt werden. Es kann zudem die Wasserhärte erhöhen.

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Die kontrollierte Dosierung ermöglicht dagegen eine präzisere Erhöhung oder Senkung des pH-Werts. Sie eignet sich besonders bei schwankendem Durchfluss und wechselnder Wasserzusammensetzung, wenn ein vorgegebener Wert eingehalten werden muss oder optimale Bedingungen für die Oxidation von Eisen und Mangan bzw. für die abschliessende Stabilisierung geschaffen werden sollen.

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Ist ein niedriger pH-Wert hauptsächlich auf überschüssiges Kohlendioxid zurückzuführen, kann eine vorgeschaltete Entgasung den Korrekturbedarf verringern. Das Korrekturverfahren, die Dimensionierung und gegebenenfalls erforderliche Dosier-, Misch- und Kontrollsysteme werden anhand der Wassereigenschaften und des Behandlungsziels festgelegt.

03 — GEZIELTE OXIDATION UND FILTRATION

OXIDATIONSMITTEL UND KATALYTISCHE FILTERMATERIALIEN

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Eisen und Mangan können im Wasser gelöst vorliegen und eine gewöhnliche mechanische Filtration passieren, ohne zurückgehalten zu werden. In diesem Verfahren werden sie oxidiert und in feste Partikel umgewandelt, die anschliessend in einem Filterbett abgetrennt werden. Oxidation und Filtration werden deshalb als sich ergänzende Stufen dimensioniert.

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Je nach Wasserzusammensetzung, pH-Wert und gewünschtem Ergebnis kann die Oxidation mit Luft oder Sauerstoff oder durch die kontrollierte Dosierung eines geeigneten Oxidationsmittels wie Hypochlorit oder Permanganat erfolgen. In besonderen Fällen kann auch Ozon eingesetzt werden, wenn eine stärkere Wirkung erforderlich ist oder gleichzeitig Gerüche, Verfärbungen und bestimmte organische Verbindungen behandelt werden sollen.

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Die umgewandelten Stoffe werden anschliessend in Filtern mit einem körnigen Filterbett zurückgehalten. Diese sind mit Sand und ausgewählten katalytischen Materialien, auch auf Mangandioxidbasis, gefüllt. Eine regelmässige Rückspülung entfernt die angesammelten Ausfällungen und stellt die Leistungsfähigkeit des Filterbetts wieder her.

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Besonders geeignet, wenn Belüftung allein keine ausreichende Oxidation bewirkt, Mangan in erheblichen Konzentrationen vorliegt, die Eisenbelastung hoch ist oder die Wassereigenschaften ein schnelleres und besser steuerbares Verfahren erfordern.

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Gegenüber einer einfachen Belüftung wirkt die gezielte Oxidation stärker und lässt sich besser regeln. Sie erfordert jedoch eine korrekte Kontrolle von pH-Wert, Dosierung, Kontaktzeit und nachfolgender Filtration. Ozon ist keine pauschal geeignete Lösung: Sein Einsatz erfordert ein eigenes System zur Erzeugung, Kontaktierung und Behandlung des Restgases.

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Die Wahl des Oxidationsverfahrens, die Dimensionierung des Reaktors und des Filterbetts sowie die Konfiguration der Dosier-, Rückspül- und Kontrollsysteme hängen von den Analysen, dem Durchfluss und der erforderlichen Endqualität ab.

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MIKROORGANISMEN UND MIKROBIOLOGISCHES RISIKO

Wasser aus einem See, einem Brunnen oder einer Quelle kann Mikroorganismen enthalten, auch wenn es vollkommen klar erscheint und weder Gerüche noch erkennbare Veränderungen aufweist. Niederschläge, eindringendes Wasser, Tiere, die Bedingungen der Wasserfassung und jahreszeitliche Schwankungen können die mikrobiologische Qualität der Wasserquelle im Laufe der Zeit verändern.

 

Ob eine Desinfektion erforderlich ist, wird anhand der Wassernutzung und der Anlagenbedingungen beurteilt. Ist sie notwendig, berücksichtigt die Auswahl des Verfahrens die Analysen, mögliche Speicher und das Verteilnetz. Die Wassereigenschaften und eine gegebenenfalls erforderliche Vorbehandlung müssen auf das gewählte Desinfektionsverfahren abgestimmt sein.

01 — UV-DESINFEKTION

EINE PHYSIKALISCHE BARRIERE OHNE STOFFZUSATZ

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Bei der UV-C-Desinfektion wird das Wasser keimwirksamer Strahlung ausgesetzt, die empfindliche Mikroorganismen inaktiviert und ihre Vermehrung verhindert. Die Behandlung erfolgt ohne Zusatz von Stoffen und ohne den Geschmack, den Geruch oder die Mineralzusammensetzung des Wassers zu verändern.

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Der UV-Reaktor wird nach den erforderlichen Vorbehandlungsstufen installiert. Seine Dimensionierung berücksichtigt den maximalen Durchfluss, die UV-Transmission des Wassers, die erforderliche Dosis und die Eigenschaften der zu kontrollierenden Mikroorganismen. Trübung und Partikel können Mikroorganismen abschirmen und ihre tatsächliche Strahlenexposition verringern.

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Besonders geeignet, wenn das Wasser ausreichend filtriert wurde, eine abschliessende Desinfektion ohne Chemikaliendosierung gewünscht ist und keine anhaltende Desinfektionswirkung im Verteilnetz erforderlich ist.

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Die UV-Technologie hinterlässt nach der Behandlungsstelle keinen wirksamen Desinfektionsmittelrest. Sie schützt daher nicht vor einer möglichen Wiederverkeimung in Speichern, Rohrleitungen oder an Entnahmestellen. Lampe, Quarzschutzrohr, Sensor und Betriebsbedingungen müssen zudem regelmässig kontrolliert und die Komponenten instand gehalten werden.

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Der Reaktor und die gegebenenfalls erforderliche Überwachungs- und Kontrollausstattung werden anhand der Wasserqualität, des Durchflusses und des Desinfektionsziels ausgewählt. Die Konfiguration berücksichtigt auch die Anforderungen an Wartung und kontinuierliche Versorgung.

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02 — KONTROLLIERTE CHEMISCHE DESINFEKTION

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DOSIERUNG, KONTAKTZEIT UND ANHALTENDE DESINFEKTIONSWIRKUNG

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Wenn Wasser gespeichert oder über ein weitläufiges Netz verteilt werden muss, kann es erforderlich sein, eine Desinfektionswirkung auch nach der Behandlungsstelle aufrechtzuerhalten. In diesen Fällen wird die kontrollierte Dosierung eines für die vorgesehene Nutzung zugelassenen Desinfektionsmittels geprüft, beispielsweise Hypochlorit oder Chlordioxid, sofern diese geeignet sind.

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Die Wirksamkeit hängt von der tatsächlich verfügbaren Dosis, dem pH-Wert, der Temperatur, der Durchmischung und der Kontaktzeit ab. Organische Stoffe, Eisen, Mangan oder andere oxidierbare Verbindungen können einen Teil des Mittels verbrauchen und müssen bei der Dimensionierung berücksichtigt werden.

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Besonders geeignet, wenn die vorgesehene Nutzung eine mikrobiologische Kontrolle auch nach der Behandlungsstelle erfordert. Dabei sind Speicher, das Verteilnetz und das Risiko einer Wiederverkeimung zu berücksichtigen.

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Im Vergleich zur UV-Technologie kann die chemische Desinfektion eine anhaltende Schutzwirkung bieten, erfordert jedoch eine präzise Dosierung und eine kontinuierliche Kontrolle. Zu geringe Mengen können das erforderliche Ergebnis verfehlen. Eine Überdosierung kann dagegen die Wassereigenschaften verändern oder die Bildung unerwünschter Nebenprodukte begünstigen.

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Ozon kann auch zur Desinfektion beitragen, wenn es bereits für besondere Oxidationsanforderungen vorgesehen ist. Es bietet jedoch keine lang anhaltende Desinfektionswirkung und erfordert eine eigene Anlage zur Erzeugung, Kontaktierung und Behandlung des nicht umgesetzten Gases.

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Die Auswahl des Desinfektionsmittels, des Dosiersystems, des Kontaktvolumens und der Kontrollinstrumente hängt von den Analysen, dem Durchfluss, der Anlagenkonfiguration und der vorgesehenen Nutzung ab.

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LEGIONELLENPRÄVENTION UND -KONTROLLE

Die Kontrolle von Legionellen geht über die Desinfektion des Wassers aus der Wasserquelle hinaus. Sie erfordert eine gesonderte Beurteilung der gesamten Sanitärinstallation: Speicher, Temperaturen, Zirkulation, Stagnation, ungenutzte Leitungsabschnitte, Entnahmestellen, Wartung und Überwachung.

 

Deshalb behandelt Fulcor das Legionellenrisiko als eigenständige Aufgabe für Trinkwasser- und Sanitäranlagen. Das Vorgehen richtet sich nach den Eigenschaften und Betriebsbedingungen des Netzes.

JEDES WASSER BRAUCHT SEINE EIGENE PLANUNG

Fulcor bestimmt auf Grundlage der Analysen die Aufbereitung, die am besten zur Wasserquelle, zur vorgesehenen Nutzung und zur angestrebten Qualität passt.

EINIGE UNSERER REFERENZEN

Wir arbeiten mit bedeutenden öffentlichen und privaten Institutionen in der italienischen Schweiz zusammen, darunter Gesundheits- und sozialmedizinische Einrichtungen, Bildungseinrichtungen, Thermalbäder, Sportanlagen sowie zahlreiche Gemeindeverwaltungen im Kanton Tessin.

FULCOR SAGL - IDROTECNICA

VIA CEREDA 7 C  BALERNA 6828 ( CH )

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